Hendriks precon automatisiert Herstellung vorgefertigter „Gevelklaar“-Fassadenelemente„Meisterleistung der Zusammenarbeit und des Engineerings“

Gevelklaar: das ist das Konzept von Spaansen, das seinem Namen („Gevelklaar“ bedeutet wörtlich: fassadenfertig) alle Ehre macht: komplett endbearbeitete Fassadenelemente, die unter klimatisierten Bedingungen hergestellt werden und sich durch höchste Zuverlässigkeit in Kombination mit einer langen Lebensdauer auszeichnen. Bei der Produktion kommt ein Karussellsystem zum Einsatz, das Hendriks precon in enger Zusammenarbeit mit Spaansen und dem Roboterlieferanten entwickelt hat. „Das war eine Meisterleistung der Zusammenarbeit, mit der wir ausgesprochen zufrieden sind“, erklärt B Knook, Geschäftsführer von Spaansen.

Gevelklaar: ein ideales Konzept für Fassadenelemente

Gevelklaar ist das Ergebnis einer langen Geschichte des Baus vorgefertigter Fassaden, die mit der Herstellung von Betonfertigelementen für den Rohbau begann. „Vor einigen Jahren haben wir uns bewusst dafür entschieden, Produkte mit höherem Mehrwert zu liefern“, berichtet Ab Knook. „Die Lösung waren Fassadenelemente, die auf dem vorhandenen Betonrohbau einschließlich eingegossener Vorrichtungen für Strom- und Wasserleitungen basieren. Diese Elemente haben wir mit Zargen, Dämmung und keramischen Klinkerriemchen versehen.“

Neue Fabrik

Für die Herstellung der Gevelklaar-Elemente wurde eine vollständig neue Fabrik entwickelt. Hinsichtlich der Automatisierung des Produktionsprozesses war die Entscheidung für Hendriks precon schnell getroffen. „Wir hatten schon 2016 in einem Projekt zur Steigerung unserer Produktion mit Hendriks precon zusammengearbeitet, und kurz darauf auch bei der Erweiterung einer Produktionshalle“, so Ab Krook. „Die Entscheidung war denn auch schnell getroffen. Zusammen mit Hendriks precon und den Lieferanten der Roboter und der Maschinen für die Verarbeitung der Dämmplatten bildeten wir ein Team, das sich der vollständigen Automatisierung des Produktionsprozesses widmete. Durch intelligentes Engineering und eine straffe Koordinierung konnten wir alles fristgerecht und wunschgemäß fertigstellen. Eine echte Meisterleistung!“

Vollständig automatisierte Produktion

Wer die Produktionshalle betritt, sieht sofort, dass diese Aussage in jeder Hinsicht zutrifft. Der Produktionsprozess wirkt wie eine einzige perfekt organisierte und reibungslos arbeitende Maschine. Die Betonelemente, die auf A-Böcken in die Gevelklaar-Fabrik verbracht werden, werden mit einem Deckenlaufkran auf einen Kipptisch von Hendriks precon gelegt. Der Kipptisch bietet Platz für zwei große Fassadenelemente, die durch Kippen in horizontale Position gebracht werden. Anschließend beginnt ein raffiniertes Zusammenspiel von Verschiebungen in Längs-, Quer- und vertikaler Richtung. Für den Vorschub der Elemente in Längs- und Querrichtung sorgt eine elektrisch angetriebene Längsführung. „Die Kunst besteht darin, die hohen Anforderungen zu erfüllen, die wir an die Verschiebung in x-, y- und z-Richtung stellen“, erklärt Ab Krook. „Dabei gingen wir von einer zulässigen Toleranz von nur ±1 mm aus!“

Geschwindigkeit und Präzision

Der Höhepunkt der Geschwindigkeit und Präzision zeigt sich klar in dem Moment, in dem die Roboter zum Einsatz kommen. Die Dämmplatten wurden in dieser Phase bereits vollautomatisch mit Klebstoffriefen versehen. In der nächsten Produktionsphase bringen Roboterarme die Klinkerriemchen auf die Fassadenelemente auf. Hierzu wird der Kipptisch mit dem Fassadenelement hydraulisch nach oben gedrückt und mit Klemmblöcken befestigt. Das Interessante ist die hohe Geschwindigkeit, mit der das 25 Tonnen schwere Element anschließend wieder verschoben wird, damit die Kapazität der Roboter möglichst gut ausgeschöpft werden kann. Da der Roboter nur eine Reichweite von 60 cm hat, muss der Tisch mit dem Fassadenelement nach dem Verkleben der Klinkerriemchen schnellstmöglich verschoben werden. Insgesamt nimmt diese Verschiebung gerade einmal 6 Sekunden in Anspruch – einschließlich des hydraulischen Anhebens und Absenkens der Fassadenelemente.

Komplettlösung

Angesichts der geforderten Toleranz von 1 mm wurde der Antrieb der Längsführung mit einem Servomotor und Frequenzregler ausgestattet, um die Geschwindigkeit rasch erhöhen und die Drehzahl allmählich senken, aber auch um die exakte Position des Tischs garantieren zu können. Die zugehörige Steuerung und die intelligente Bedienung über Berührungsbildschirme wurde ebenfalls von Hendriks precon geliefert. Darüber hinaus sorgte Hendriks precon für das Engineering und die Lieferung sämtlicher Sicherheitseinrichtungen im Umfeld des Karussells. Beispiele hierfür sind die praktischen Sicherheitszäune und Lichtvorhänge, Laufstege und Einrichtungen zur Gewährleistung der Maschinensicherheit, aber auch die Empfehlungen aufgrund von Risikoanalysen und die Arbeit mit Sicherheitsbereichen.

Mit Fug und Recht ist Ab Knook auf das Ergebnis stolz: „Momentan sind wir das einzige Unternehmen der Niederlande, das auf diese Weise arbeitet. Unsere Elemente haben einen hohen Dämmwert und sorgen für Sauberkeit auf der Baustelle. Die Anwendung dieser Elemente leistet zweifellos einen enormen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Es ist schön zu sehen, dass wir das gemeinsam mit Lieferanten wie Hendriks precon realisieren konnten. Ein sehr angenehmer Partner für die Zusammenarbeit, und eine Meisterleistung des Engineerings und der Technik!“

 

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